Österreich Rundreise – Tag 4 (Zugspitze)

Heute verlassen wir das Zillertal. Wir haben wetterbedingt unsere Pläne geändert und fahren direkt zu unserem nächsten Ziel, nach Ehrwald. Gottseidank ist die „Fernpaßstrecke“ (den man aus vielen Meldungen im Verkehrsfunk kennt) gut zu befahren.

Natürlich darf in unserer Österreich Rundfahrt die Zugspitze nicht fehlen. Sie ist Teil des Zugspitzmassiv südwestlich von Garmisch-Partenkirchen in Bayern und im Norden Tirols. Über den Westgipfel der 2.962 Meter hohen Zugspitze verläuft die Grenze zwischen Deutschland und Österreich.

Zugspitze

Von Ehrwald aus, also quasi direkt von unserer Unterkunft aus, gelangt man bequem mit der Tiroler Zugspitzbahn auf den Gipfel. In Panorama-Kabinen schwebt man den hinauf und überwindet dabei einen Höhenunterschied von 1.725 m in nur 10 Minuten.

Oben angekommen, stellen wir fest, dass hier touristisch aus dem Vollen geschöpft wird. Wir fangen „oben“ an und der Rundumblick ist tatsächlich beeindruckend. Den Schneekristall kann man sich dagegen sparen. Der Zugang zur deutschen Seite und damit zum Gipfelkreuz ist wegen einer Baustelle die nächsten Tage geschlossen. Kann man nichts machen, der Ausblick und die Flugmanöver der Helikopter entschädigen dafür.

Weiter unten bietet die Ausstellung zur Faszination Zugspitze Einblicke in die Geschichte rund um die Zugspitze, vom Bau der ersten Seilbahn Tirols bis zur letzten Modernisierung der Bahn nach dem Brand in der Talstation 2003.

Eine Galerie mit einer Gondel aus den 60er Jahren dient als Aussichtsplattform. Die (an Schulfilme erinnernden) Videos zum Bahnbau, die höchstgelegenen 3D-Show Europas (nix besonderes), ein Glasboden mit Blick in die Tiefe und eine begehbare Landkarte bieten viele Informationen. Eine raumhohe Glasfront garantiert zudem einen einzigartigen Blick in die umliegende Bergwelt.

Wir gehen weiter über eine riesige Landkarte der Zugspitzgegend, wobei wir über Sicherheitsglasplatten gehen und so ca. 200 m über dem abfallenden Zugspitzmassiv stehen können.

Natürlich besuchen wir auch die Sonderausstellung, die zum 200-jährigen Jubiläum der Erstbesteigung gestaltet wurde. Die Ausstellung erzählt dabei von der Person Josef Naus und bietet Einblicke in sein Tagebuch, das den beschwerlichen Aufstieg dokumentiert. Auch eine historische Karte aus der Zeit um 1770 ist ausgestellt. Die Zeitabgabe in der Legende (4 Stund bis zum Zugspitz) deutet darauf hin, dass Deutschlands höchster Berg wohl bereits vor der Mitte des 18. Jahrhunderts bestiegen wurde.

Im Tal sind wir dann noch von der Ausstellung BAHNORAMA anno 1926 begeistert. Hier kann man an der Stelle von Tirols erster Bergbahn nun den Original-Seilbahnantrieb von 1926 sowie deren Führerstand mit alten Bedienelementen und sogar ein Schaltbild sehen. Der Seilbahnantrieb ist angetrieben, komplett samt Klingeln zu Beginn.

Unser Hotel für die nächsten zwei Tage wurde offensichtlich gerade neu übernommen. Der Check-In und die Betreiber wirken daher noch etwas unprofessionell. Das Service ist aber bemüht und das Essen durchaus in Ordnung.

Die Zimmer und der Wellnessbereich (den wir heute noch nutzen) sind dafür wunderschön. Vom Garten und der finnischen Sauna aus hat man direkten Blick auf die Sonnenspitze im Zugspitzmassiv. Preis-Leistung passt hier für uns aber leider überhaupt nicht.


Hotel Grüner Baum
Homepage
€ 520,00 inkl. Halbpension (2 Nächte)

Tiroler Zugspitzbahn
Homepage
Gipfel- Ticket „Zugspitze“
€ 49,50 pro Person

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