Skandinavien Tag 4 – Fragezeichen im Nebel

Vermutlich weil es gestern spät wurde, schlafen wir überraschenderweise trotz des Lichtes bis 09:00. Nach einem ausgiebigen Frühstück erledigen wir erst einmal die Einkäufe. Dann fragen wir in der Apotheke um Rat und bekommen Anti-Histamin-Tabletten und einen Spray. Gottseidank hilft das Zeug und wir werden von unserem Leiden „erlöst“.

Dann geht’s los zum Nordkap. Das Nordkap (Nordkapplatået) ist zwar nicht der nördlichste Punkt Europas, jedoch ein „Muss“ für jeden Reisenden – auch für uns. Das Wetter ist wie erwartet mies und wird weiter oben auch nicht besser. Wenigstens haben wir die enge Strasse für uns allein – niemand scheint unterwegs zu sein.

Nach dem obligatorischen Wegzoll am Tunnel und dem Eintritt sind wir da. Das Nordkap selbst ist ein steil aus dem Eismeer emporragendesSchieferplateau auf der Insel Magerøya. Es liegt auf 71° 10′ 21″nördlicher Breite, ca. 2.100 km vom Nordpol entfernt und ca. 520 kmnördlich des Polarkreises. Mit Müh und Not finden wir im dichten Nebel den Parkplatz.

Auf dem Hochplateau des Nordkaps befindet sich ein Informationszentrum, die so genannte Nordkaphalle. Nach dem Aussteigen stellt Michi ratlos die einzig richtige Frage: „Und wo ist jetzt hier die Nordkaphalle?“

Schließlich finden wir das Zentrum aber doch. Hier gibt es ein Restaurant, eine Kapelle, Souvenirläden und ein Postamt, in dem man ein mit dem Tagesdatum versehenes Nordkapdiplom erhält. Die dort abgegebene Post wird mit einem speziellen Nordkap-Poststempel abgestempelt.Das Zentrum ist fast leer, die Angestellten putzen, quatschen und räumen Regale ein. Der Barkeeper in der „Grottenbar“ ist auch alleine und froh über ein paar nette Worte.

Wir tun also unsere Pflicht : Wir machen Fotos vom Globus, der Nebelsuppe und uns. Wir kaufen und schreiben Karten. Wir besorgen im Shop das Diplom, einen Nordkap-Kühlschrankmagneten und einen Elch als Schlüsselanhänger. Wenigstens ist die Audio-Video-Show gut gemacht und wirklich interessant. So würde es hier also bei Sonne aussehen. Nach ca. 3 Stunden geben wir das Warten auf besseres Wetter auf und machen uns auf den Rückweg.

Zu etwas späterer Stunde treffen wir auf viele Rentierherden, die wir begeistert fotografieren. Die vielen Wegweiser, die vor den Tieren warnen, stimmen also. Übrigens unterscheidet man in Skandinavien sehr penibel die Tierrassen auf den Strassenschildern: Rentier, Elch, Hirsch, Kuh, Schaf (mit Lamm) – alles ist liebevoll gezeichnet.

Die Rentiere, die wir auf dem Rückweg nach Alta sehen, sind von unserer Anwesenheit ungerührt und lassen sich nicht stören. So können wir die Tiere in aller Ruhe bestaunen und fotografieren.

Den Abschluss des Tages bildet ein opulentes Mahl. Bei Chips, Bier, Whiskey und Keksen lassen wir den Abend (oder besser die Nacht) in der gemütlichen Hütte ausklingen.Das Fazit des Tages: Wir waren am Nordkap, aber gesehen haben wir es nicht.


Kosten

Nordkap-Tunnel: 2 x 193 = 386 NOK

Eintritt Nordkap: 2 x 215 = 430 NOK

Nordkap-Diplom: 2 x 50 = 100 NOK


Alta River Camping

Steinfossveien 5

N – 9518 Alta

Homepage

Mail

Hütte Nr. 15 (ohne Bad) direkt am Fluss

WLAN in der Hütte

500 NOK

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