Tag 15 & 16 | Luss und Glasgow

Gepostet von am 15. August 2018 in Featured, Reiseberichte, Urlaub | Keine Kommentare

Auch dieses Mal gibt es wieder einen Bericht für 2 Tage. Leider haben wir typisches Schottland-Wetter, sodass unsere Tage etwas ruhiger ausfallen.

Tag 15 | Luss (Loch Lomond)

Loch Lomond gilt als seiner der schönsten Seen Schottlands, der mit 72 km2 auch der größte See Großbritanniens ist. Im See liegen 30 kleine und größere bewaldete Inseln. Malerisch im Loch Lomond and Trossachs National Park und nur ca. 23 km nordwestlich von Glasgow gelegen, ist er am Wochenende das Naherholungsgebiet der beiden schottischen Großstädte. Kein Wunder, hier kann man wunderschöne Wanderungen, Radtouren und Kanu- und Bootsfahrten unternehmen. Schottlands erster Nationalpark ist voller interessanter Ecken: Üppige Landschaften im Südbereich, ausgedehnte Täler und Felsengipfel im Norden. Die Verwerfungslinie, die die Highlands von den Lowlands trennt, verläuft mitten durch den Park, so dass hier eine Landschaft von unendlicher Vielfalt entstehen konnte – schroffe Felsen dort, hier ruhige bewaldete Eckchen.

Die vielfältigen Unternehmungen sind der Grund, warum wir hier 3 Nächte bleiben wollten. Vor unserem inneren Auge erschienen während der Planung Kanufahrten mit der Fram am See und Spaziergänge am Ufer. Wetterbedingt müssen wir unseren Plan nun etwas ändern.  😉

Tag 16 | Glasgow

Nachdem wir ja diese Woche nicht ganz perfektes Wetter haben, haben wir spontan beschlossen, einen Tagesausflug nach Glasgow zu unternehmen. 23 mi Entfernung sind ja nur ein Katzensprung. Es regnet in Strömen, schon den ganzen Morgen – gegen 10:00 wird es aber besser.

Glasgow ist mit etwa 600.000 Einwohnern die größte Stadt Schottlands und gilt im Gegensatz zur schottischen Hauptstadt Edinburgh als „Arbeiterstadt“. „People make Glasgow“ – die Menschen sind das, was Glasgow ausmacht, lautet so auch der Slogan der Stadt.

Wir beginnen mit einem Rundgang entlang des City Centre Mural Trail. Das City Council hat eine eigene Homepage mit Karten und Infos zur Street Art in Glasgow veröffentlicht. Wir folgen der Karte und bestaunen die kunstvollen Darstellungen (auch die inoffiziellen) auf den Häusern. Schon hier fällt auf: Die Stadt ist kompakt und alle Sehenswürdigkeiten lassen sich bequem zu Fuß erreichen.

Leider finden sich in der historischen Altstadt auch häßliche Bausünden aus den 60er-Jahren, die das Stadtbild verunstalten. Zudem erinnern düstere Gestalten in so mancher Gasse und viele Obdachlose an die aktuellen sozialen Probleme der Stadt. Trotz allem lohnt sich aber der Rundgang (vor allem wenn man fotografiert).

Dann geht es weiter zur GoMA, der Gallery of Modern Arts. Das Gebäude wurde 1778 als Stadtsitz des Tabakhändlers Cunningham erbaut. Besonders auffällig sind die 8 massiven korinthischen Säulen und Dreiecksgiebel darüber, die an einen Tempel erinnern. Da wir uns mit moderner Kunst schwer tun, verzichten wir auf einen Besuch und beschränken uns auf einen Eindruck von außen.

Weiter geht es zur Merchant City rund um den George Square, benannt nach  König George III benannt und 1883 erbaut, vorbei. Hier sind auch die City Chambers  zu finden. Das Rathaus ist eines der prächtigsten Gebäude der Stadt und ein Symbol für den historischen Reichtum. Der Platz wird von zahlreichen Statuen historisch bedeutsamer schottischer Männer eingerahmt.

Nur ein kleines Stück entfernt befindet sich die Trades Hall Of Glasgow, passender weise eingebettet zwischen der Hutcheson’s und Marks & Spencer – auch heute noch ein Geschäftsgebäude. Das Gebäude wurde im Jahre 1794 im klassizistischen Stil errichtet. Über dem Eingang thront ein dreieckiger Giebel, der von ionischen Doppelsäulen getragen wird, das Dach trägt eine formschöne Kuppel und eine Laterne.

Der Glasgow Cathedral oder St. Mungo’s Cathedral statten wir auch noch einen Besuch ab. Die Kathedrale geht auf den Glasgower Schutzpatron St. Mungo zurück, dessen Grab sich in der Krypta der Kirche befindet. Der gotische Bau ist zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert entstanden. Sie gilt als eines der schönsten mittelalterlichen Gebäude Schottlands und ist einzige Kathedrale auf dem schottischen Festland, die die Reformation von 1560 unbeschadet überstanden hat.

Leider gleicht die Kathedrale heute eher Disneyland mit einem Souvenirshop im Inneren und einer Lego-Ausstellung in der Krypta. Der irritierend, wie wir finden…

Weiter geht es zur Necropolis, dem viktorianischen Friedhof hinter der Kathedrale. Seit 1804 diente das Gebiet auf einem Hügel im Süden der Stadt  als Park. 1831 schlug man vor, den Park nach dem Pariser Friedhof Père Lachaise in einen Gartenfriedhof umzugestalten. 1834 wurde (nach einem Wettbewerb zur Gestaltung) mit der Umsetzung begonnen;  die 1. Bestattung fand allerdings bereits 1832 statt.

Heute hat der Friedhof eine Größe von 15 Hektar; bestattet sind hier etwa 50.000 Menschen, dennoch gibt es “nur” cicra 3.500 Grabsteine. Der Friedhof erinnert etwas an den Wiener Zentralfriedhof – die zahlreichen Gräber sind durchaus einen Rundgang wert. Allzu lange wollen wir die Ruhe des Ortes aber nicht stören. Vom Friedhof aus hat man auch die Kathedrale gut im Blick.

Mittags wollen wir unbedingt indisch essen (dafür ist Großbritannien ja bekannt). Unsere Wahl fällt auf das “Madha”. Das Restaurant ist hoch gelobt und wir werden nicht enttäuscht. Wer uns kennt, weiß, was wir bestellen: Michael nimmt Chicken Tikka Masala und Martina wählt das Butter Chicken.  :mrgreen: Auch die Pappadums und das Naan sind exzellent.

Natürlich lassen wir uns The Lighthouse nicht entgehen. Auf 4. Etagen werden Ausstellungen und Veranstaltungen rund um das Thema Design und Architektur gezeigt. Diese haben wir heute nicht im Blick. 😉  Unser Ziel ist die Aussichtsplattform. Im 3. Stockwerk erreicht man eine enge Wendeltreppe über die wir nach oben gelangen. Von unten sieht das Treppenhaus übrigens wie eine Schnecke aus. Von der Plattform aus kann man den Blick über die Stadt mit ihren verschachtelten Gassen, den alten Türmen und Gebäuden bis hin Fluss Clyde schweifen lassen.

Nach einem kurzen Umweg genießen wir einen Kaffee bei “Laboratorio Espresso”. Wie der Name schon vermuten lässt, ist der Kaffee ausgezeichnet.  😉

Danach bummeln wir unübersichtlich Glasgow’s Mariahilfer Straße, die Buchanan Street, zurück. Kaum sitzen wir im Auto, beginnt es wieder zu Regenten und zwar in Strömen. Gutes Timing!

Nach so vielen Eindrücken und einem sehr schönen Tag fahren wir am Abend wieder zurück aus der Stadt; hinein ins Grüne.

Luss Camping and Caravanning Club Site4 Sterne

Luss, Loch Lomond, Alexandria G83 8NT

£25.00 pro Nacht für 2 Personen mit Wohnwagen, Auto und Strom.

Schöne, große Stellplätze und gute, sehr saubere Sanitäranlagen.

https://www.campingandcaravanningclub.co.uk

City Centre Mural Trail3 Sterne

Glasgow

Eintritt frei.

https://www.citycentremuraltrail.co.uk

The Lighthouse2 Sterne

11 Mitchell Ln, Glasgow G1 3NU

Eintritt frei.

http://www.thelighthouse.co.uk

Madha Restaurant4 Sterne

42 Albion St, Glasgow G1 1LH

https://www.madha.co.uk

Glasgow Necropolis2 Sterne

Castle St, Glasgow G4 0UZ

Eintritt frei.

https://www.glasgownecropolis.org

Laboratorio Espresso3 Sterne

93 W Nile St, Glasgow G1 2SH

https://www.facebook.com/LaboratorioEspresso/

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