Lofoten – Tag 1: Svolvaer, Svinøya

Am Morgen fliegen wir von Wien über München nach Narvik. Am Flughafen übernehmen wir unser Mietauto und fahren dann auf die Lofoten. Wir haben uns für das Scandic Svolvær, ein Hotel auf einer Insel im Hafen von Svolvær entschieden. Eigentlich hatten wir ein anderes Hotel im Auge, aber das ist laut einem Mail immer 1,5 Jahre vorher ausgebucht.

Wir wundern uns etwas über die vielen Sportler im Hotel und im Ort, bis wir erkennen, dass gerade das HOKA Lofoten Skyrace stattfindet: 15, 32 oder 42 km mit bis zu 2000 Höhenmetern. Wenn man nach der Optik der Läufer geht, auch über Stock und Stein.

Svolvær

Wir spazieren lieber gemütlich durch das Zentrum von Svolvær. Die Stadt mit etwa 5.000 Einwohnern wirkt noch immer sehr funktional – viel Fischerei, ein paar moderne Gebäude. Das Wetter ist sehr warm und sonnig.

Svolvær wurde erstmals 1573 urkundlich erwähnt, doch erst im 19. Jahrhundert wurde es zu einem der bedeutendsten Zentren des Stockfischhandels.. Das hat sich bis heute nicht geändert: Gut die Hälfte der Menschen leben hier auch heute noch vom Fang und der weiterverarbeitenden Fischindustrie.

Rundgang auf Svinøya

Wir gehen entlang der Vestfjordgata hinunter bis zur Svinøybrua. Diese 350 Meter lange Brücke führt uns auf die Insel Svinøya. Hier sieht es angeblich so ähnlich aus wie um 1800. Die ursprünglichen Kanäle zwischen den sechs kleinen Inseln wurden aber leider zugeschüttet, damit die Stadt ausgebaut werden konnte.

Auf der Svinøybrua bietet sich uns ein wunderschöner Blick auf die roten Fischerhütten, die Berge und die Fjorde.

Auf einen Besuch der Kunstgalerie Gunnar Berg in einem unübersehbaren roten Holzhaus verzichten wir, wir haben keine Lust auf alte Ölgemälde – das Wetter ist zu schön.

Wir folgen der Straße Bernt Salvesens vei bis zu den roten Fischerhütten. In der Blütezeit Svinoyas 1860 gab es auf der kleinen Insel bis zu 81 Fischerhütten, die bis zu 1200 Fischer beherbergen konnten. Heute gibt es nur noch etwa vierzig Hütten.

Wir spazieren weiter und folgen der Straße zur kleinen Insel Gunnarholmen. Hier steht eine Statue des Malers Gunnar Berg.

Bald schon riechen wir unser nächstes Ziel, noch ehe wir es sehen. Der Geruch der Stockfisch-Gestelle ist überwältigend (nicht unbedingt im positiven Sinn). Die Einheimischen bezeichnen diesen Geruch als „Geruch des Geldes“. Angesichts des Geruchs drehen wir bald um und begeben uns zurück in Richtung Hotel.

Den Tag beenden wir im Restaurant Paleo Arctic, einem gemütlichen Lokal mit entspannter Atmosphäre. Das Restaurant ist Teil des Thon Hotel Lofoten und liegt direkt am Hafen.

Als Vorspeise teilen wir uns einerseits einen warmen Brioche und anderseits norwegischen Lachs, mit Kimchi-Sesam, frittierten Algen-Chips, Frühlingszwiebeln, Chili-Mayo und Wakame-Salat von Lofoten Seaweed. Beides schmeckt hervorragend.

Danach entscheiden wir uns beide für die Fischsuppe. Diese entpuppt sich als echtes Highlight: Ein fluffiger Fischkuchen und eine göttlich cremige Suppe, abgerundet mit Algen-Kaviar.

Zum Dessert gibt es für Michi eine Schokoladentarte mit Espresso, Haselnüssen, gesalzenem Karamell
und Hafer-Crumble und 2 von Martinas Petit Fours: Mandel-Whiskey und Zimtrolle. Martina genießt ihre Zitronentarte mit Meringue.

Nach dem Abendessen ist es natürlich (Mitternachtssonne) noch immer taghell. Da unser Tag aber schon sehr lang war, genießen wir „nur“ noch den Blick aus dem Zimmer auf das Meer und den Hafen.


Scandic Svolvær
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NOK 7872 für 2 Nächte (Superior Best View inklusive Frühstück)

Paleo Arctic
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