Island 2022 – Tag 5 (Fahrt zum Mývatn)

Heute haben wir eine lange Fahrt bis zum Mývatn vor uns. Das Mývatn-Becken liegt direkt auf dem Mittelatlantischen Rücken und hat es uns angetan.

Wir fahren entlang der Küste erst Mal bis Höfn, der größten Siedlung in der Gegend. Hier kaufen wir im Supermarkt Nettó noch ein paar weitere Süßigkeiten für die nächsten Tage ein. Dann fahren wir wieder in Richtung Küste, immer entlang der Ringstraße. Es regnet und regnet und der Nebel hängt tief über der Landschaft. Da muss man ganz schön Acht geben, damit man kein Schaf auf oder neben der Straße übersieht.

Eine Stunde später erreichten wir das Fischerdorf Djúpivogur. Auf dem Steg befindet sich eine kuriose Kunstinstallation (Eggin í Gleðivík) des Künstlers Sigurdur Gudmundsson, die aus 34 riesigen Eiern besteht, von denen jedes einen einheimischen Vogel darstellt. Trotz des strömenden Regens vertreten wir uns die Füße.

Irgendwann biegen wir wie beim letzten Mal auf eine Schotterstraße ab. Google meint, das sei eine reguläre Straße und die Hinweisschilder sagen nur „Bergstraße“. Wir fahren auf der Schotterstraße Öxi, die immer abenteuerlicher wird, vorbei an Wasserfällen und Schneefeldern.

Später biegt die Straße ins Landesinnere ab. Auf einmal sehen wir zum 1. Mal die Sonne und blauen Himmel. Die Landschaft ist typisch nördlich und könnte auch in Norwegen, Schweden, Finnland oder Alaska sein.

Nach Egilsstadir kommen wir in die Wüste Möðrudalsöræfi. Die grünen Wiesen sind bald Geschichte. Zuerst gibt es immerhin noch vereinzelt Gräser und Moose. Mit jedem Kilometer wird es aber immer karger. Geröllfelder dominieren nun die Landschaft. Wir sind angekommen in der Wüste des Hochlands, dem Hálendið. Hier ist nichts – keine Häuser, keine Menschen, nicht einmal Schafe. Nur gelb-braun-graues Geröll und Sand so weit das Auge reicht.

Optisch erinnert hier vieles an den Mond oder auch an den Mars. Wir sind überwältigt von der Weite und der Ruhe. Hier zeigt sich die Kraft und die Macht der Natur sehr unverblümt.

Nach scheinbar endloser Zeit merken wir, dass wir uns der Zivilisation nähern. Wir sehen, wie eine Herde Pferde zusammen getrieben wird. Hinter den aktiven Vulkanfeldern des Namafjall, die durch Dampfsäulen unübersehbar sind, kommt die Wasserfläche des Mývatn in Sicht. Unverkennbar riecht es hier auch schon nach Schwefel.

Schließlich kommen wir am Fosshótel Mývatn am Nordufer des Sees Mývatn an. Wir sind von seiner Optik beeindruckt: Das Gebäude ist fast vollständig aus umweltschonenden Materialien wie Lärchenholz gebaut und sein Grasdach fügt sich perfekt in seine Umgebung ein.

Unser Zimmer mit Blick auf den See ist umwerfend (vor allem dieser Blick) und ideal für 3 Nächte hier. Wir freuen uns über das bessere Wetter und genießen unser Abendessen mit großartiger Aussicht auf den Mývatn.

Nach dem Abendessen nutzen wir noch die Sauna mit Panoramablick auf den Bláfjall, dessen schneebedeckte Spitze in der Mitternachtssonne glitzert.


Fosshótel Mývatn
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