Island – Tag 2: Vestmannaeyjar (Westmännerinseln)

Gepostet von am 25. Juni 2013 in Featured, Reiseberichte, Urlaub | Keine Kommentare

Island-019Am Morgen holen wir noch schnell einen Tisch und 2 Bänke ab, die wir gemietet haben. Schließlich wollen wir es beim Zelten ja gemütlich haben. 😉 Wir fahren die Küste entlang nach Eyrarbakki. Da es regnet fällt der Spaziergang am typisch isländischen Lavastrand kurz aus. Wir beschließen, erst einmal Lebensmittel einzukaufen. Danach machen wir im Rauða Húsið (dt. Rotes Haus) unsere Mittagspause. Das Essen ist fantastisch. Hier im Norden essen wir natürlich Fisch – die Hummer- bzw. Fischsuppe ist ein Gedicht.

Island-020Um 16:00 nehmen wir die Fähre von Landeyjahöfn nach Heimaey auf die Westmänner-Inseln. Heimaey ist mit 13,4 km2 die größte und einzig von Menschen bewohnte Insel der Vestmannaeyjar. Eigentlich wollten wir nur die Tickets für den Abend kaufen, da dienstags die Nachmittagsfähre ausfällt. Weil aber auf Heimaey die ganze Woche ein Fussball-Event mit 3.000 Teilnehmern stattfindet, fährt sie heute doch. Woran erinnert mich das bloß?

Vor der isländischen Südküste ist dank des Golfstroms immer etwas wärmer als auf der Hauptinsel. Dafür ist der Archipel für seinen starken Wind bekannt. Vielleicht ist das ein Grund, warum die Isländer gelegentlich den Kopf schütteln über ihre Landsleute auf den Vestmannaeyjar. Immerhin überlegten die dortigen Einwohner schon einmal, von Island unabhängig zu werden. 😯

Island-032Auf dem Campingplatz in einem ehemaligen Krater finden wir schnell einen großen, Ebenen Platz für unser Zelt. Der Platz ist gut ausgerüstet: Ein beheizter Aufenthaltsraum (den wir abends auch nutzen werden), Dusche, Waschmaschine, Küche – alles ist da. Die Besitzerin ist sehr nett und erzählt uns auch noch vom Fußballturnier. Nachdem wir uns eingerichtet haben, erkunden wir die Insel.

Island-023Auf der Ostseite der Insel befinden sich 2 Vulkane: Der südliche Helgafell und der nördliche Eldfell. Hier ereignete sich beinahe eine Katastrophe: Nicht weit von der Stadt hatte sich am Morgen des 23. Januar 1973 eine 1,6 km lange Vulkanspalte geöffnet. Noch in derselben Nacht konnten alle Bewohner des Ortes evakuiert werden. Nach einigen Tagen bündelte sich die Spalte zu einem Schlot, aus dem 1.100°C heiße Lava geschleudert wurde. Mit Hilfe von Meerwasser, das auf den Lavastrom gespritzt wurde, konnte man diesen abkühlen. So konnte auch die Hafeneinfahrt gerettet werden. Der Sachschaden war jedoch erheblich. 400 Häuser wurden unter Asche und Lava begraben. Die Insel wurde durch die Eruption sogar um 2,2 km2 vergrößert.

Im Lavafeld des Eldfell wurde damit begonnen, einige Häuser wieder auszugraben. Das Projekt ist unter dem Namen “Pompeji des Nordens” bekannt geworden. Dieser Name ist aber reichlich übertrieben – der Ort ist ziemlich unspektakulär.

30 seconds to Mars

Island-024Wir wandern gegen 17:00 noch auf den Kraterrand des Eldfell. Die Wanderung führt durch eine surreale Landschaft. Die schwarze Lava knirscht unter den Schuhen; links und rechts liegen braune, graue, rote und gelbe Bimsstein-Brocken. Irgendwie haben wir das Gefühl, auf dem Mars zu sein. Nichts stört die Stille – außer Vogelgeschrei hören wir nichts. Wir haben genug Zeit, den Ort zu erkunden, da wir über Nacht bleiben werden.

Abends bekochen wir uns erst mal – zugegeben in der warmen Hütte, die wir für uns alleine haben. Das Menü ist nicht kreativ, die Jamie Oliver Sauce ist aber wirklich gut und der Kaiserschmarren à la Michi immer ausgezeichnet.

Rauða Húsið 4 Sterne

Búðarstíg 4

820 Eyrarbakki

Tel. 483 – 3330

Homepage

Herjólfur Ferries

Básaskersbryggja

900 Vestmannaeyjar

Tel. (0354) 481 2800

Homepage

ISK 9.000 hin & zurück (Auto + 2 Personen)

Herjólfsdalur Camping 5 Sterne

Heimaey

900 Vestmannaeyjar WaschmaschineAufenthaltsraumWasserKuecheDuscheWC

N 63°26,537′

W 020°17,765′

Tel. (0354) 692 6952

ISK 1.200 pro Person

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