Island 2022 – Tag 11 (Kirkjufell, Snæfellsjökull Nationalpark, Lóndrangar)

Heute steht eine Tour über die Halbinsel Snæfellsnes auf dem Plan. Snæfellsnes wirkt wie eine Testversion von Island: Alle Landschaften, nur in einer kleineren Ausgabe. Es gibt Lavafelder wie bei Eldhraun, Gletscher wie beim Vatnajökull, Wasserfälle wie am Gullfoss, einen schwarzen Strand wie am Diamond Beach oder bei Reynisfjara und Klippen wie bei Látrabjarg. Als hätte jemand gezeigt, was möglich wäre – nur mit geringerem Budget.

Berserkjahraun

Wir fahren zu Beginn unserer Runde durch das Lavafeld Berserkjahraun. Es entstand durch einen Vulkanausbruch, bei dem die Lava in drei Strömen teilweise direkt bis ins Meer floss.

Es geht weiter entlang der Nordküste der Halbinsel, bis der Tafelberg Kirkjufell mit einer Höhe von 463 Metern den gesamten Blick einnimmt.

Kirkjufell / Kirkjufellfoss

Der Kirkjufell ist angeblich der schönste Berg Islands.

Wir parken am Fuße des Flusslaufs des zugehörigen Kirkjufellfoss. Der kleine Wasserfall befindet sich am Fuße des Kirkjufell und besteht aus mehreren Kaskaden mit einer Gesamthöhe von 16 Metern bei einer Breite von 17 Metern.

Wir folgen einem Weg, der rund um den Wasserfall führt und sind tatsächlich beeindruckend von dem Bild, das sich uns bietet. Wir finden den Herðubreið deutlich beeindruckender. Zugegeben, der Kirkjufell ist ein nettes Fotomotiv, aber nicht so dramatisch oder erhaben.

Svöðufoss

Am Ende des Fossdalurs stürzt die Laxá á Breið 40 Meter die Tiefe. So entsteht der einsam liegende Svöðufoss, der hübsch vor einem Gletscher liegt. Weil es hier keine Touristen sind, ist sein Rauschen ziemlich laut. Sonst stört hier nichts die Stille.

Snæfellsjökull Nationalpark

Die Hauptattraktion des Nationalparks ist der namensgebende Gletscher Snæfellsjökull, der die Umgebung dominiert. Heute sehen wir davon leider nichts; es ist wieder nebelig geworden. Der Gletscher versteckt sich damit hinter dichten Wolken.

Djúpalónssandur

Durch Lavafelder geht es weiter zum schwarzen Strand Djúpalónssandur. Ein schmaler Weg führt vom Parkplatz hinunter zum Strand. Die Küste ist schroff, die Wellen sind imposant. Der Boden fällt nach wenigen Meter bereits 70° steil nach unten weg. Am Strand liegen so auch die Überreste eines Schiffs, das hier auf Grund lief.

Bárður Snæfellsnes

Unser nächster Stopp die Statue der Sagenfigur Bárður in Arnastapi. Halb Mensch, halb Troll, soll Bárður einer der ersten Siedler rund um den Snæfellsjökull gewesen sein und gilt bis heute als Schutzpatron der Gegend. Unmengen an Menschen (wo kommen die her?) drängen sich vor 3 Fast Food Restaurants (!) – wir haben genug und sind nach 5 Minuten wieder weg.

Lóndrangar

Die beiden Vulkanschlote Lóndrangar mit ihrer Höhe von etwa 60 bzw. 75 Meter kann man wirklich nicht übersehen. Der eigentliche Vulkan ist längst der Erosion, Wind, Wetter und Wellen zum Opfer gefallen. Der Sage nach sollen die beiden Schlote den hier ansässigen Elfen als Kirche dienen. Wir folgen dem Weg zu einem weiteren Aussichtspunkt und genießen die frische Luft.

Das Fosshótel Reykholt liegt versteckt hinter der Kirche und dem Museum und sieht von vorne ziemlich unscheinbar aus. Unser Zimmer hat aber alles, was man braucht.

Wir lassen den Tag gemütlich im Spa bzw. im Hot Pot des Hotel ausklingen. Das Spa ist neu, großzügig gestaltet und bietet auch viele Aufenthaltsbereiche. Wir haben es fast für uns und genießen das heiße Wasser und die Ruhe.


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