Island 2022 – Tag 8 (Goðafoss, Westfjorde)

Der Tag heute ist ein klassischer Road Trip. Wir werden den ganzen Tag mit dem Weg zu unserem nächsten Ziel verbringen – knappe 7 Stunden trennen uns von den Westfjorden.

Wir begeben uns damit in unbekannte Gefilde. Die Gegend kennen wir nicht, genauso wie die meisten Besucher Islands. Nur knapp 10 % der Touristen “verirren” sich in die Westfjorde.

Etwa eine Stunde nach unserer Abfahrt halten wir am Goðafoss.

Goðafoss

Der Goðafoss wird nicht ohne Grund als Wasserfall der Götter bezeichnet. Er ist 12 Meter hoch, 30 Meter breit und hat die Form eines Hufeisens. Unzweifelhaft gibt es in Island viele Wasserfälle, die höher, breiter oder mächtiger sind. Aber manchmal geht es nicht um Zahlen. Manchmal geht es nur um die Ästhetik – und der Goðafoss ist wirklich unglaublich schön.

Die Ringstraße führt vom Fjord Eyjafjordur (an dem Akureyri liegt) ins Landesinnere. Durch ein tiefes, heute nebelverhangenes Tal und dann über einen kleinen Bergpass fahren wir an zahlreichen Wasserfällen vorbei nach Varmahlíð. Mit einer Bevölkerung von 123 Einwohnern gibt es hier nicht viel… Unser Weg führt weiter nach Blönduós.

Westfjorde: Route 68 und 60 nach Patreksfjörður

Kurz vor Staður folgen wir der Straße 68 nach Norden in Richtung Hólmavík und weiter zum Rest der Westfjorde. Nach 7 Kilometern biegen wir gleich mal auf eine (ausgezeichnet gepflegte) Schotterstraße ab. Nach einigen Kilometern wechselt der Belag aber wieder auf Asphalt.

Es wird fast sofort einsam: Ein paar Bauernhöfe, Pferde und Schafe. Dafür wird das Wetter besser. Zum ersten Mal in diesem Urlaub scheint für ein paar Stunden die Sonne.

Später fahren wir weiter auf der Straße 60, die sich an der Küste entlang nach Budardalur schlängelt. Sie führt über zahlreiche steile Bergpässe durch die Fjorde. Auf den Bergstrecken ist sie wieder geschottert. Die Straße selbst ist wunderschön; vorbei an der rauen, felsigen Landschaft und den Steinmännchen, die die alten Pfade markieren, auf denen die Straßen gebaut wurden.

Eine weitere Gebirgsstraße bringt uns kurz vor unserem Ziel auf den Pass Kleifaheiði. Auf dem Gipfel des Moors erinnert ein Steinhaufen an Hákon J. Kristófersson (1877-1967), einen Landwirt und Kongressabgeordneten vom Hof Hagi in Barðaströnd in der Nähe.

Unser Ziel heute ist Patreksfjörður am gleichnamigen Fjord, ein idealer Ausgangspunkt für unsere Erkundungen. Unsere Unterkunft für die kommenden 2 Nächte, das Fosshótel Westfjorde, liegt in einem renovierten historischen Gebäude mit modernen Zimmern und Blick auf den Fjord.

Unser Abendessen im Stúkuhúsið ist enttäuschend: Wir wählen den Kabeljau mit Pistazienkruste, Kartoffeln und Wasabi-Sauce. Was sehr gut klingt ist völlig geschmacksneutral (= schmeckt nach nichts). Schade, aber kann passieren.


Fosshótel Westfjorde
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Stúkuhúsið Restaurant
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Lieber nicht!

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