Rom – Kapitel 1: Spanische Treppe

Gepostet von am 19. April 2005 in Kurzurlaube, Reiseberichte | Keine Kommentare

rom-199Die Spanische Treppe mit 138 Stufen eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Roms, sie führt zur Kirche Trinità del Monte.

Eigentlich heißt sie Scalinata di Trinità dei Monti, der übliche Name leitet sich von der Plaza die Spagna ab, an der die Treppe gelegen ist. Die Treppe wurde auf Geheiß von Papst Innozenz XIII gebaut, da bis zu diesem Zeitpunkt nur ein unbefestigter Hang zur Kirche Santa Trinità dei Monti hinaufführte. Zu dieser Zeit war die Piazza di Spagna Sitz der spanischen Botschaft beim Vatikan und damit spanisches Hoheitsgebiet.

rom-192Dies brachte jedoch auch einen Interessenkonflikt zwischen Vatikan und französischer Krone mit sich. Ludwig XII. hatte nämlich die Kirche finanziert und wollte die Treppe zu einem französischen Denkmal machen, was den Päpsten jedoch mißfiel. Der Sonnenkönig Ludwig XIV. wollte die Treppe gar mit einem Reiterstandbild seiner Person abschließen.

rom-193Letzendlich setzen sich der Vatikan durch und die Treppe wurde im römischen Stil gebaut und durch einen Obelisken abgeschlossen.

rom-196Noch heute weisen zwei Symbole auf diesen Streit hin: die Treppe ist sowohl mit Lilien, dem Symbol der französischen Herrscherfamilie der Bourbonen, als auch mit Adlern, dem Wappen des damaligen Papstes Innozenz XIII. verziert.

rom-191Der optische Beginn der via del Babuino und der Treppe ist der Baraccia-Brunnen, der die Form eines Bootes hat. Erbaut wurde er von Gian Lorenzo Bernini, einem bekannten italienischen Bildhauer, im Jahre 1629.

rom-188Die gesamte Umgebung strahlt eine solche Einmaligkeit aus, dass die Treppe immer wieder für Filmaufnahmen, Modeschauen oder sonstige Events benutzt wird. Kaum ein berühmter Modeschöpfer hat seine Models nicht schon auf der Treppe und am Brunnen fotografieren lassen. Vor allem abends besetzten Jugendliche die Treppe und machen mehr oder minder gute Musik.

rom-197rom-198Verliebte kaufen von einem der vielen Schwarzhändler Rose, Armbänder oder anderen Kitsch und viele Besucher setzen sich gemütlich zum Brunnen am Fuße der Treppe.

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