London 2026 – Tag 1: Tate Modern, London Wall, Barbican

London gehört zu unseren Lieblingsdestinationen: 2015, 2022 und 2024 waren wir bereits in London. Dieses Mal ist der Anlass ein ganz besonderer: Als Weihnachtsgeschenk hat Martina Konzertkarten für Fatboy Slim in Brighton Beach bekommen. Dafür extra nach UK zu fligen, schien uns dann doch etwas dekadent, sodass wir uns entschlossen haben, davor ein paar Tage in London zu verbringen.

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Am späten Vormittag sind wir also wieder hier. Bei strahlendem Sommerwetter und sehr warmen Temperaturen machen wir uns nach dem Check-In (wie immer im Hilton London Metropole) auf zum Tate Modern.

Frida Kahlo Mural Trail

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Auf dem Weg zur Tate Modern über die London Bridge entdecken wir sechs großformatige Wandgemälde, die zeitgleich mit der Ausstellungseröffnung „Frida: The Making of an Icon“ entstanden sind.

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Die Werke stammen von aufstrebenden Künstlerinnen und Künstlern unter 25 Jahren, die sich von Frida Kahlos außergewöhnlichem Leben inspirieren ließen. Dargestellt sind Themen wie Feminismus, Fridas mexikanisches Erbe und ihre Erfahrungen mit Behinderung. So wird der Weg zum Museum eine Einstimmung auf unseren Ausstellungsbesuch.

Tate Modern

Das Museum befindet sich in einem ehemaligen Kraftwerk, der Bankside Power Station. Nach einer 134 Millionen Pfund teuren Modernisierung öffnete es im Jahr 2000.

Turbine Hall

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Die Turbine Hall, die im Zentrum des Museums liegt, dient als Eingangsbereich.

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Direkt daneben befinden sich The Tanks. Drei riesige Öltanks wurden umfunktioniert, um dort Film- und Videoarbeiten aus der Sammlung zu präsentieren.

Natalie-Bell Building

In diesem Gebäude ist jeder Bereich einem anderen Künstler oder Kollektiv gewidmet.

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Zu sehen ist unter anderem Andy Warhols Marilyn Diptych aus dem Jahr 1962. Es handelt sich um fünfzig Siebdrucke von Marilyn Monroe, die kurz nach ihrem Tod entstanden und auf einem Werbefoto aus einem Film von 1953 basieren.

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Die Ausstellung A Year in Art: 2050 zeigt Werke zeitgenössischer Künstler zusammen mit Gemälden und Skulpturen aus dem frühen 20. Jhdt. Im Mittelpunkt steht die Vorstellung von der Zukunft; neue Technologie und deren Auswirkungen.

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A view from São Paulo: Abstraction and Society beschäftigt sich mit abstrakter Kunst. Die Werke von Künstlern der São Paulo Biennale zeigen den Wunsch, durch Kunst eine neue und bessere Gesellschaft zu gestalten.

Blavatnik Building

Im zehnten Stock befindet sich die Tate Modern Viewing Platform. Leider ist der Balkon geschlossen und die schmutzigen Scheiben erlauben keinen schönen Blick.

Sonderausstellung „Frida: The Making of an Icon“

Die ersten Ausstellungsräume bieten einen spannenden Einblick in Frida Kahlos Leben und Werk. Tehuana-Kleider, Schmuck, persönliche Erinnerungsstücke, Selbstporträts und ausgewählte Gemälde zeigen, wie eng ihre Kunst mit der mexikanischen Kultur verbunden war.

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Der Audioguide ist sein Geld definitiv wert; denn er richtet den Blick auf die Werke, die Frida selbst gemalt hat; wie etwa Self-Portrait (With Velvet Dress) oder Self-Portrait with Thorn Necklace and Hummingbird.

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Auch ihre Biografie als behinderte Frau (auf Grund einer Polio-Infektion in der Kindheit), einem Busunfall, der zu lebenslangen Mobilitätseinschränkungen führte und die konfliktreichen Ehen (Mehrzahl !) mit dem Maler Diego Rivera werden im Audioguide gut erklärt.

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Wie der Titel der Ausstellung vermuten lässt, bekommt die Inszenierung als Ikone ebenfalls einen Platz. Wir haben Dank der Erklärungen trotzdem das Gefühl, dass Frida selbst im Mittelpunkt der Ausstellung steht und haben den Besuch sehr genossen.

Tate Modern Restaurant

Das späte Mittagessen am frühen Nachmittag passt thematisch zur Ausstellung. Kein Wunder, handelt es sich doch um eine Zusammenarbeit zwischen dem Museum und dem Koch Santiago Lastra. Der Gründer des mit einem Michelin-Stern ausgezeichneten mexikanischen Restaurants KOL hat ein spezielles Menü kreiert, das von der aktuellen Ausstellung inspiriert ist.

La Casa Azul – Tostada mit Ceviche aus traditionellen Tomatensorten
La Casa Azul – Tostada mit Ceviche aus traditionellen Tomatensorten

Wir bestreichen unsere Tostadas selbst mit einer leuchtend blauen Salsa, die ihre Farbe durch einen Spritzer Zitrone von blau in rosa verwandelt; also ein essbares Kunstwerk.

Fridas Mole – Short Rib Tamal
Fridas Mole – Short Rib Tamal

Als Hauptgang gibt es ein langsam geschmortes Rinderrippenstück; in ein Tanal gewickelt mit Schokolade-Chili-Sauce und Polenta. Optisch ist es zwar kein Highlight; geschmacklich ist es aber hervorragend.

Viva la Vida – Buñuelos & Wassermelone
Viva la Vida – Buñuelos & Wassermelone

Zum Abschluss gibt es knusprige Buñuelos mit Eis, das intensiv an den Geschmack von Wassermelone erinnert.

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Danach gehen wir über die Millennium Bridge zurück. Der Spaziergang ist wunderschön, entlang der Themse und der Blick von der Brücke auf die St Paul’s Cathedral ist spektakulär.

London Wall

Wir spazieren weiter, entlang der Straße mit dem passenden Namen London Wall, deren Verlauf größtenteils der ursprünglichen historischen Stadtmauer entspricht.

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Hier wurde um das Jahr 120 n. Chr. das römische Fort Barbican errichtet. Beim späteren Bau der Stadtmauer wurden die nördlichen und westlichen Mauern des Forts integriert.

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In unmittelbarer Nähe befinden sich die Überreste der Kirche St Alphage. Auch Teile der römischen und mittelalterlichen Stadtmauer sind hier zu sehen.

Barbican Centre

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Es gilt zu Recht als bedeutendes Beispiel brutalistischer Architektur – charakteristisch sind die massiven Sichtbetonstrukturen, erhöhten Fußgängerwege, Wasserflächen sowie die komplexe Gestaltung. Bei dem traumhaften Wetter heute ist es ein Treffpunkt für zahlreiche Uni-Absolventen, die hier Fotos machen und für uns ein schöner Ort für ein Getränk – inklusive Springbrunnen und Blick auf die Gärten.


Tate Modern
Homepage
U-Bahn Station Southwark (Jubilee line), Blackfriars (District and Circle lines) und St Paul’s Cathedral (Central line)
Eintritt frei (£ 25,00 für die Sonderausstellung „Frida: The Making of an Icon“)

Tate Modern Restaurant
Homepage
U-Bahn Station Southwark (Jubilee line), Blackfriars (District and Circle lines) und St Paul’s Cathedral (Central line)
2-Gänge-Menü £ 41,00 (oder £ 66,00 inkl. Eintritt in die Ausstellung)