Hamburg – Tag 2 (Elbphi, Speicherstadt, Hafen City, Michel)

Wir haben gut geschlafen – zumindest bis uns um 05:00 der Feueralarm geweckt hat. Die Evakuierung geht schnell und wir stellen fest, dass es schon sehr hell und relativ warm ist. Wir dürfen bald zurück ins Zimmer und schlafen auch noch mal ein. Nach einem gemütlichen Frühstück freuen wir uns auf einen sommerlich sonnigen Tag.

Elbphilharmonie

Die Elbphilharmonie beeindruckt allein architektonisch: Die 16.000 Quadratmeter große Glasfassade besteht aus 1100 verschiedenen Elementen. Wir beginnen auf der Plaza der Elbphilharmonie, dem öffentlich begehbaren Teil des beeindruckenden Konzerthauses. Sie befindet sich auf 37 Metern Höhe zwischen dem alten Speicher und dem gläsernen Neubau. Hier können wir das Konzerthaus außen umrunden – inklusive schöner Blicke auf die Stadt.

Der schönste Blick bietet sich wohl Elbabwärts. Hier liegt im Vordergrund das historische Schiff Cap San Diego, dahinter die Rick Rickmers und im Hintergrund sieht man die Landungsbrücken. Ebenfalls schön zu sehen ist der Turm des berühmten Hamburger Michel, den wir heute noch besichtigen werden.

Hafen City

Direkt von der Elbphilharmonie gehen wir den Dalmannkai entlang. Hier, auf einer lang gestreckten Landzunge, liegt eine Flaniermeile. Von den Wohnhäuser hat man einen wunderschönen Blick auf die Elbe.

Wie gehen ein Stück und machen Pause in einem der Cafés am Wasser unter Bäumen. Danach wir spazieren wir in alle Ruhe weiter.

Benannt ist der Dalmannkai übrigens nach Johannes Dalmann, der ab 1857 das Amt des Wasserbaudirektors von Hamburg bekleidete. Er war maßgeblich für den Ausbau des Hamburger Hafens verantwortlich.

Nach kurzer Zeit erreichen wir den Vasco da Gama Platz, den kleinsten der drei öffentlichen Plätze in der Hafen City. Seinen Namen verdankt er dem portugiesischen Seefahrer, der den Weg um das Kap der Guten Hoffnung entdeckte.

Unser nächster Stopp trägt ebenfalls einen bekannten Namen: von den Marco Polo Terrassen am Kopfende des Grasbrookhafens bietet sich ein schöner Blick auf den Dalmannkai bis hin zur Elbphilharmonie. Die Terrassen sind schön angelegt; Bäume bieten Schatten und es gibt zahlreiche Sitzgelegenheiten.

Nebenan befindet sich eines der wohl auffälligsten Gebäude der Hafen City, der Marco Polo Tower, ein 55 Meter hohes Wohnhaus. Das Penthouse im obersten Stock war übrigens um 13 Mio. € zu haben, die Wohnungen im untersten Stock kosteten immer noch je 3 Mio. €.

Vorbei am Großen Grasbrook gehen wir zu den Magellan Terrassen. Hier können wir im Sandtorhafen einige Traditionsschiffe der Stiftung Hamburg Maritim bewundern. Hier liegen unter anderem die die Repsold, die ehemalige HADAG-Fähre Wohldorf und das Badeschiff Seute Deern.

Speicherstadt

Noch ein Stück weiter sind wir dann mitten in der Speicherstadt angelangt. Der weltgrößte historische Lagerhauskomplex wurde 2015 zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt.

Seit der Gründung des Deutschen Reichs 1871 benötigten die Hamburger Kaufleute eine Lösung um ihre Importgüter zollfrei lagern und verarbeiten zu können. So entstand zwischen 1883 und den 1920er-Jahren der Freihafen der Speicherstadt.

Die auf tausenden Eichenpfählen errichteten Speicher boten ideale Bedingungen um kostbare Waren zu lagern. Durch die anderthalb Meter dicken Backsteinmauern herrscht zu allen Jahreszeiten eine relativ konstante Temperatur von 12 – 17 Grad im Inneren. Zudem waren die Speicher einerseits ans Wasser über die Fleete, andererseits an die Straße angebunden. Jedes der Lagerhäuser verfügt zudem über eine eigene Seilwinde, mit der sich die Waren direkt zu den Luken in den einzelnen Böden (Stockwerken) befördern lässt.

Hier wurden exotische Lebensmittel wie Kaffee, Tee und Gewürze gelagert, veredelt und verpackt. Man kann sich den Trubel längst vergangener Zeiten vorstellen, wenn Frachtschiffe aus aller Welt vor den Speichern festmachten um ihre Fracht zu löschen. Wir schlendern die Fleete entlang, vorbei an den Backsteinhäusern.

Im Wasserschloss auf der Terrasse suchen wir uns einen schattigen Platz für unsere Mittagspause.

Kontorhausviertel

Neben der U-Bahn-Station, die wir ansteuern, beginnt das Kontorhausviertel. Ein Kontorhaus bezeichnet ein Gebäude, das ausschließlich Büroräume beherbergt. Diese Gebäude lagen zwischen 1886 und 1938 im Trend und so reiht sich hier ein architektonisch ansehnliches Gebäude an das nächste. Das dreieckige Chilehaus gilt als das beeindruckendste Kontorhaus und es ist tatsächlich imposant, fast respekteinflössend.

Landungsbrücken

Wir fahren zu den Landungsbrücken. Das unübersehbare Bauwerk mit seinem Glockenturm und den zwei markanten grünen Kuppeln diente früher als Abfertigungsgebäude, an dem Dampfschiffe anlegten.

Uns zieht es bei dem schönen Sommerwetter an den „Strand“. Unser Ziel ist ein Parkdeck nahe der Brücke 10. Hier liegt das Sonnendeck St. Pauli. Auf feinem Sand sind Sitzgelegenheiten platziert, Seecontainer beherbergen die Küche, Bars und die Sanitäranlagen. Wir genießen den Blick auf die Elbe und die Getränke.

Michel Hamburg

Bevor wir ins Hotel gehen, schauen wir noch bei Hamburgs Wahrzeichen vorbei. Die Hauptkirche St. Michaelis wird lokal einfach „Michel“ genannt. Ihr Turm ist mit seiner Höhe von 132 Metern schon von weitem sichtbar. Mit dem Aufzug geht es bequem nach oben – und es lohnt sich. Ganz Hamburg liegt einem hier zu Füßen und der Ausblick ist spektakulär.

Nach einer Pause ist es Zeit für‘s Abendessen: Von derselben der U-Bahn Station wie gestern gehen wir erneut nicht weit – vorbei an Wänden voller Graffiti, vorbei an vielen Restaurants. In einer kleineren Seitenstraße liegt Philipps Restaurant. Wir entscheiden uns für das mehrgängige Menü.

Tatar vom Glückstädter Matjes
Äpfel – Tropea Zwiebel – Gurke – Lavash Bread

philipps Minestrone
Rotgarnelen Maultaschen

US Teres Major Steak
Warmer Pfifferlings- Kartoffelsalat Portweinjus – Trüffelschaum

Aprikose trifft Lavendel
Aprikose – Lavendel Eis Panna Cotta – Mandel-Cookie

Menü

Ein Mix aus außergewöhnlichen Komponenten, die perfekt aufeinander abgestimmt und wunderschön präsentiert sind begeistert uns.


Elbphilharmonie
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Eintritt: EUR 2,00 pro Person

Wasserschloss Speicherstadt
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Sonnendeck St. Pauli
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Michel Hamburg – Hauptkirche St. Michaelis
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Eintritt Turm: EUR 6,00 pro Person (mit Hamburg Card)

philipps Restaurant
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4-Gänge Menü: EUR 64,00 pro Person

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