Prag Tag 2 – Rundgang durch die Altstadt

Gepostet von am 24. Oktober 2009 in Kurzurlaube, Reiseberichte | Keine Kommentare

Wir beginnen den Tag mit einem Besuch am Pulverturm (Prasna brana). Hier befand sich im 13. Jhdt. einer der 13 Befestigungstürme der Prager Altstadt. 1475 wurde schließlich der Grundstein für den heutigen Pulverturm gelegt. Von Anfang an diente er eher repräsentativen Zwecken, seine zeitweilige Nutzung als Lager für Pulver gab ihm dennoch seinen Namen.

Gleich um die Ecke liegt das Prager Nationaltheater (Národní divadlo), das am rechten Moldauufer steht. Es wurde eigentlich im Neurenaissancestil erbaut, jedoch nach einem Brand ein zweites Mal errichtet. In diesem – heute eher unbeeindruckenden – Gebäude wurde Mozarts “Don Giovanni” uraufgeführt. Daran erinnert eine entsprechende Statue und ein Cache (GC1AHY3).

Wir schlendern am Mariánské námestí vorbei, an dem angeblich Prags schönste Statue (sie dient als Brunnen) steht. Wir können diesen Titel leider nicht bestätigen, weshalb es von diesem Ort kein Foto gibt. Der dortige Cache (GC14WV8) ist aber sehr nett. Der Altstädter Ring (Staroměstské náměstí) ist nicht wie in Wien eine belebte Straße, sondern ein weitläufiger Platz. Er bildet das historische Zentrum und ist auch ein beliebter Treffpunkt, sowohl für die Einheimischen als auch für Touristen. Umgeben ist der Platz von wunderschönen Häusern mit reichlich verzierten Fassaden.

Dank des schönen Wetters konnten wir während einer Pause ein paar Sonnenstrahlen genießen und das rege Treiben auf dem Platz beobachten. Im Zentrum des Platzes steht das Jan Hus Denkmal, das an den weltberühmten tschechischen Reformator erinnert. Wenig überraschend, das sich dort auch ein Cache (GC6F37) findet. An der Südostecke des Altstädter Rings befindet sich das Altstädter Rathaus (Staroměstská radnice) mit der astronomischen Aposteluhr (Orloj).

Diese Uhr zieht stündlich zahlreiche Besucher an. Sie zeigt neben der Uhrzeit auch das jeweilige Sternzeichen und das aktuelle Datum in einem schön gestalteten Kalender an. Zu jeder vollen Stunde ertönt ein Glockenspiel und die Apostel erscheinen. Als Abschluss kräht der Hahn. Da wir zufällig genau zur vollen Stunde vor Ort waren, konnten wir uns dieses Schauspiel natürlich nicht entgehen lassen. Etwas überbewertet erschien uns die Sache aber doch.

Vorbei an einem weiteren Cache (GC1GZK1) gehen wir in Richtung Karlsbrücke. Die Karlsbrücke (Karlův most) ist eine im 14. Jhdt. errichtete Brücke über die Moldau, die die Altstadt mit der Kleinseite verbindet. Sie ist rund um die Uhr ein beliebter Treffpunkt für Künstler, Musiker und Souvenirverkäufer, deren Stände die Brücke zu beiden Seiten säumen. Auf den beiden Seiten der Stadt steht jeweils ein Turm – beide können besichtigt werden.

Wir haben uns für den Altstädter Brückenturm entschieden. Die Turmbesteigung lohnt sich, denn aus luftiger Höhe hat man einen schönen Blick über die Karlsbrücke und die Moldau. Vor beiden Türmen stehen Turmwachen in historischem Gewand; einer davon hatte bei uns gerade Mittagspause.

Wieder auf festem Boden spazierten wir über die Brücke. Im 17. Jhdt. platzierte man 30 barocke Statuen auf der Brücke. Die bekannteste unter den Statuen ist wahrscheinlich die des St. Johannes von Nepomuk, der während der Herrschaft von Wenzel IV gefoltert wurde, daran starb und dessen Leichnam von der Brücke in die Moldau gestoßen wurde. Der kleine goldene Hund an dieser Statue ist jedenfalls blank poliert von den 1000 Besuchern jeden Tag, die ihn berühern. Das soll zum einen Glück bringen und andererseits eine Rückkehr nach Prag sicher stellen. Auch hier gibt es den entsprechenden Cache (GCF496).

Nach einer Mittagspause, bei der wir den Turmbläsern zuhören konnten, gingen wir über sehr viele Stufen die Schlossstiege (Zámecké schody) hinauf zur Prager Burg (Pražský hrad). Vor ihrer Besichtigung liegt ein schneller Cache (GCWWE1). Das heutige Wahrzeichen von Prag ist teilweise über 1000 Jahre alt und thront weit sichtbar auf einem etwa 70 Meter hohen Hügel über der Innenstadt von Prag. Einst herrschten hier die Könige Böhmens, heute ist die Prager Burg Sitz des Tschechischen Staatspräsidenten. Die Wachen vor der Prager Burg bleiben angsichts der vielen Besucher erstaunlich ruhig. Wer den Wachen zu nahe kommt, muss allerdings damit rechnen, dass man dezent und kräftig auf Abstand gehalten wird.

Die Burg selbst besteht aus mehreren verschiedenen Gebäuden, 3 Burghöfen, dem St. Veits Dom, der St. Georgs Basilika und einigenanderen Gebäuden. Damit wirkt die Prager Burg wie eine “Stadt in derStadt”. In einem der Innenhöfe machen wir eine Pause und beobachten die vielen Touristen. Wir finden eine gemütliche Bank gegenüber dem Dom und verbringen einige Zeit mit Fotografieren. Dabei scheuen wir, wie man sieht, keine Mühen.

Das Goldene Gässchen (Zlatá ulicka), das aus kleinen bunten Häusern, die ursprünglich den Bediensteten der Burg und später Künstlern wie zum Beispiel Franz Kafka als Wohnung dienten, besteht führt zu den Gartenanlagen der Burg. Der Fürstenberggarten (Fürstenberská zahrada) beinhaltet auch einen einfachen Cache (GC1DJ0E).

Nach einer Pause im “Starbucks” haben wir noch etwas Zeit. Und so schlendern wir in Velkoprevorské námestí, einer Straße in der Prager Altstadt. Dort befindet sich die John-Lennon-Mauer die seit den 1980er Jahren mit “passenden” Graffiti und Teilen von Beatles Songtexten bemalt wird. Auch hier gibt es wieder einen Cache (GCZQ7Q).

Auf unserem Weg zurück Richtung Karlsbrücke finden wir eine kleine Brücke, an der als Liebesbeweis zahlreiche Vorhängeschlösser angebracht sind, manche davon sogar graviert. Über die Karlsbrücke gehen wir noch einmal gemütlich durch die Altstadt.

Auf dem Rückweg kommen wir dabei an einem Naturdenkmal vorbei, das die geologischen Schichten, auf denen Prag ruht, zeigt. Auch hier machen wir noch einen schnellen Cache (GC1AH0N), dann geht’s ins Hotel.

Nachdem das Abendessen am Freitag exzellent war, haben wir beschlossen, dort heute nochmal zu essen. Vor dem Essen holen wir uns noch schnell einen Cache (GC1TD79) in der Gegend. Nach dem guten Essen und einigen Becherowa Lemond nutzen wir noch die bequeme Hotelbar (und das dortige WLAN ), um den Tag zu beenden.

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