Die Sonne scheint und nach einem entspannten Frühstück freuen wir uns darauf, die Stadt zu entdecken.
Wir kommen zuerst am Arco di Riccardo vorbei, einem Stadttor aus dem 1. Jhdt v. Chr. Es stammt aus einer Zeit, als Triest noch unter seinem antiken Namen Tergeste bekannt war.
Nach etwa 20 Minuten sind wir an unserem ersten Ziel angelangt.
Cattedrale di San Giusto Martire
Die Cattedrale di San Giusto Martire entstand im 14. Jhdt. Durch den Lichteinfall entsteht im Inneren eine spezielle Atmosphäre. Besonders faszinierend sind die goldenen, byzantinischen Mosaike im Hauptaltar.
Castello di San Giusto
Im Jahr 1382 unterzeichnete Triest, geprägt durch die Repressalien der Venezianer, die Urkunde zum Beitritt in das österreichische Kaiserreich.
Im Jahr 1468 ordnete Friedrich III. den Bau eines befestigten Hauses mit einem Turm auf dem Hügel von San Giusto an. Der Bau wurde erst lange Zeit später, 1636, vollendet. Am Eingang des Schlosses stehen die Originale der beiden Figuren Mikez und Jakez, die am Glockenturm des Rathauses von Triest zur vollen Stunde schlagen.
Bei einer Pause im Café haben wir einen wunderschönen Blick auf das Meer und den Hafen. Carla findet auch erfolgreich „ihren“ Leuchtturm.
An der Rückseite des Schlosses befindet sich ein schöner Spielplatz, den wir gleich testen. Danach geht es wieder den Berg hinab.
Abwärts geht es über die Treppe der Riesen, die Scala dei Giganti. Sie verdankt ihren Namen den ungewöhnlich hohen, wuchtigen Stufen, die eher für Riesen als für gewöhnliche Sterbliche gemacht scheinen.
Canal Grande
Der Canal Grande (ohne „e“ im 1. Namensteil) wurde in der Mitte des 18. Jhdt. im Zuge einer groß angelegten Stadterweiterung unter Kaiserin Maria Theresia angelegt. Ziel war es, die zuvor sumpfigen Salinengebiete vor der Altstadt trockenzulegen und in ein Handels- und Wohnviertel zu verwandeln – das sogenannte Borgo Teresiano.
Der Kanal sollte ursprünglich Teil eines weit verzweigten Kanalsystems werden. Diese Pläne wurden jedoch nur teilweise umgesetzt, sodass der Canal Grande für kleinere Handelsschiffe praktisch die einzige direkte Wasserverbindung zum Meer blieb.
Am Ende des Canal Grande erwartet uns die Chiesa di Sant’Antonio Taumaturgo. Carla’s Schnitzeljagd hat uns hierher geführt – die Kirche ist aber auch sehr ungewöhnlich. Sechs Säulen tragen einen dreieckigen Giebel, ganz ohne Turm oder Kuppel – eine Hommage an die griechisch-römische Antike, passend zum weltoffenen Selbstverständnis des damaligen Handelshafens.
Danach schauen wir kurz noch die Brücken genauer an. Ursprünglich führten drei bewegliche Brücken über den Kanal. Von diesen historischen Schwenkbrücken ist heute nur noch die Ponte Rosso erhalten. Auf ihr zieht die Statue von James Joyce die Aufmerksamkeit auf sich und ist ein äußerst beliebtes Fotomotiv.
Wir suchen uns einen Platz in einem der zahlreichen Lokale direkt am Kanal. Die Trattoria di Napoli bietet sich für eine Pause und ein Mittagessen an. Das entpuppt sich als gute Wahl – man sitzt nicht nur seh schön im Freien, auch das Essen schmeckt wunderbar.
Gegenüber, auf der anderen Seite des Canal Grande, liegt die serbisch-orthodoxe Chiesa San Spiridione. Fünf blaue Kuppeln krönen die Kirche mit ihrer reich verzierte Fassade mit goldenen Mosaiken. Nachdem Carla ihre Aufgabe gelöst hat, gehen wir weiter.
Teatro Romano di Trieste
Es geht zurück ins Zentrum. Direkt am Fuß des Hügels San Giusto liegt das Teatro Romano di Trieste. Es stammt vermutlich aus dem 1. – 2. Jahrhundert. Entdeckt wurde es erstmals im Jahr 1814. Bis 1938 waren die Ruinen unter der Stadtmauer und Häusern verborgen und wurden unter Mussolini komplett freigelegt.
Es ist außergewöhnlich gut erhalten und auch teilweise restauriert. Außerdem kann man es bequem von der Straße aus besichtigen – am besten mit einem Eis in der Hand. Gut, dass direkt nebenan das angeblich beste Eis der Stadt gibt.
Gelato Marco ist so beliebt, dass man wie bei einer Behörde eine Numner zieht, damit alles in geordneten Bahnen verläuft. Das Warten lohnt sich, den das Eis schmeckt fantastisch.
Die letzte Station der Schnitzeljagd befindet sich auf der Piazza della Borsa. Prächtige Kaufmannshäuser säumen den Platz, allen voran der Palazzo della Borsa Vecchia von 1806. Goldene Uhren an mehreren Fassaden an die Pünktlichkeit, die als Voraussetzung für den Handel galt.
Nachdem Carla alle Rätsel und Aufgaben erledigt hat und das Lösungswort gefunden hat, hat sie sich ihr Geschenk jedenfalls redlich verdient.
Danach schlendern wir durch das Zentrum, ähnlich wie gestern. Während manche von uns eine spaße machen, nutzen die Zeit für einen Sprizz (wieder) im Caffè degli Specchi.
Zum Abendessen haben wir im Ristorante Navigando Trieste reserviert. Wir haben darauf geachtet, das man erneut im Freien sitzen kann und neben gutem Essen auch einen schönen Blick hat. Wir freuen uns auf die Fischgerichte und werden nicht enttäuscht. Wir genießen den sommerlichen Abend, das Essen und die entspannte Stimmung.
Hotel L’Albero Nascosto
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Übernachtung mit Frühstück im Superior Double Room: EUR 225 pro Nacht und Zimmer
Castello di San Giusto
Eintritt: EUR 7 pro Person
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Trattoria di Napoli
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Gelato Marco
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Ristorante Navigando Trieste
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